beim Winterfestmachen der "Datscha" (in einem kleinen vogtländischen Dorf) und dem dabei üblichen Schwatz mit dem Grundstücksnachbarn gab dieser einen bemerkenswerten/bedenkenswerten Ausspruch seines Vaters zum Besten
"Früher ging es uns gut. Dann wollten wir, dass es uns besser geht. Und heute wären wir froh, wenn es uns wenigstens wieder gut gehen würde."
und bevor hier wieder die üblichen Klischees (Stasi, Partei, Systemnähe und das ganze Blabla...) auftauchen:
Der Vater war zu Ost-Zeiten einer der wenigen selbständigen Handwerker im Ort. Haus, Auto, relativer Wohlstand. Und als selbständiger Handwerker natürlich auch eher Kommunistenfresser denn -freund (zumal im "Gebärch" ). Jetzt ist er Rentner. Saniertes Haus, grosses Auto, mehr Wohlstand. Hat also selbst nichts auszustehen.
Der Nachbar begründete seine Ansichten damit, dass er, jetzt als Rentner, zum ersten Mal genügend Zeit hat (und wohl auch über ausreichende Intelligenz verfügt - meine Vermutung), die Dinge wahrzunehmen, die um ihn herum vorgehen...
PS.: das mit den Kindergartenplätzen hatte ich eigentlich für Allgemeinbildung gehalten...
was allerdings zu Wendezeiten (als es dann im Radio gespielt werden durfte) auch schon mal falsch interpretiert -, und von den falschen Leuten für sich vereinnahmt wurde
woraufhin sich die Band dann auch für lange Zeit weigerte, es wieder im Konzert zu spielen...
man was haben wir geflucht damals, wenn wir durch den halben Osten zu "Freygang" gefahren waren, und dann stand doch wieder nur der "Feeling B" - LKW vorm Saal...
und heute macht der grösste Teil von denen als "Rammstein" die ganz, ganz grosse Knete...
Das renommierte amerikanische Waffenmagazin "Guns & Ammo" berichtete über die "mysteriöse Wieger", die ihre Wiedergeburt in den USA hatte. Die Waffe gilt dort als die "ostdeutsche Phantom-Kalaschnikow". Foto: Guns & Ammo
Die kalte Spur zu einer heißen DDR-Waffe Einst wurde die Wieger im Erzgebirge entwickelt - Ominöse Dienststelle holte Pläne ab
Wiesa. Ein Geschäftsmann wollte das vergessene DDR-Sturmgewehr Wieger im Erzgebirge produzieren. Bei der Suche nach den Konstruktionsunterlagen stellte er fest: Sie sind verschollen. Eine Spur führt in die USA. Die neue Wieger sollte in einer Manufaktur in Großolbersdorf zusammengebaut werden. Karl Bernd Esser, dessen Familie in der 3000 Einwohner zählenden Gemeinde im mittleren Erzgebirge eine alte Fabrik gekauft hat, bezeichnete diesen Plan vor wenigen Monaten noch als "sehr konkret". Esser hatte mit zwei Investoren aus Asien und Westeuropa verhandelt, die das nötige Geld aufbringen wollten. Er engagierte einen auf die Belange von Rüstungsfirmen spezialisierten Rechtsanwalt, der im Bundeswirtschaftsministerium vorfühlte, ob die Produktion eines Sturmgewehrs im Erzgebirge genehmigungsfähig sei. "Das war sie", sagt Esser, der danach richtig loslegen wollte. Aber von da an ging alles schief.
"Wir wollten einen belastbaren Geschäftsplan aufstellen", erzählt der 52-Jährige. "Dazu benötigten wir die alten Konstruktionsunterlagen der Wieger. Doch die sind verschollen."
Die Waffe war in der zweiten Hälfte der 1980er Jahre unter Federführung des VEB Geräte- und Werkzeugbau Wiesa entwickelt worden. Das Werk war einer der führenden Rüstungsbetriebe in der DDR. Seit 1958 wurde hier die sowjetische Kalaschnikow in Lizenz produziert. In seiner Glanzzeit beschäftigte der Betrieb um die 1000 Mitarbeiter und fertigte jährlich bis zu 115.000 Maschinenpistolen der Kalaschnikow-Familie. Diese stand unverkennbar Pate bei der Entwicklung des DDR-Sturmgewehrs. Die Wieger sollte die Robustheit einer AK-74 mit Qualitätsarbeit "Made in Germany" verbinden. Nach 1990 geriet der einstige VEB unter Treuhand-Verwaltung - und dann verschwanden die Wieger-Konstruktionsunterlagen.
Die Dokumente befanden sich in 50 Kisten und wurden nach Angaben von Wolfgang Petzold, dem ehemaligen Hauptbuchhalter des VEB Geräte- und Werkzeugbau, am 9. November 1993 einem Fregattenkapitän Völz übergeben. Dieser brachte die Kisten dem Übergabeprotokoll zufolge nach München, in die Maria-Theresia-Straße 16a, wo die "Ausbildungsgruppe für Verwendung bei integrierten Stäben" ihre "Dokumentation" hatte. Das klingt nach einem Armee-Archiv. Nur hat ein solches Archiv möglicherweise nie existiert. "Ich konnte es jedenfalls nicht ausfindig machen", sagt Karl Bernd Esser, der als Historiker und Publizist Archivarbeit aus dem Effeff beherrscht. Allerdings stieß er auf eine brisante Fährte: "Unter der angegebenen Adresse befand sich früher das Münchner Stadtbüro des Bundesnachrichtendienstes."
Hat damals der für Auslandsaufklärung zuständige bundesdeutsche Nachrichtendienst die Pläne für die einstige Feindeswaffe an sich gebracht? Der Schluss drängt sich auf, wird von der Dienststelle aber weder bestätigt noch dementiert. Der Bundesnachrichtendienst sei "fachlich unzuständig", teilte die BND-Zentrale in Pullach kurz angebunden mit.
Eine andere Spur führt in die USA. Dort wird die Wieger seit zirka zwei Jahren von einer Firma namens Inter Ordnance Incorporation für 399,95 Dollar pro Stück angeboten. Ein Dumping-Preis, der vermutlich nur zu erzielen ist, wenn man die Entwicklungskosten sparen konnte.
Die DDR hatte knapp 13 Millionen Ostmark in die Entwicklung der Wieger gesteckt - der Gegenwert befand sich in den 50 Kisten voller Unterlagen und Werkzeuge, die im November 1993 auf Nimmerwiedersehen aus dem Gerätewerk in Wiesa verschwunden sind. Karl Bernd Esser ist überzeugt, dass die Kisten auf Umwegen in die USA gelangt sind.
Da der BND bei Waffengeschäften tatsächlich "fachlich nicht zuständig ist", wollte die "Freie Presse" von seiner übergeordneten Behörde, dem Bundeskanzleramt wissen, was dort über den Verbleib der 50 Kisten bekannt ist und ob die Bundesrepublik die Wieger-Pläne in die USA verkauft hat. Die Anfrage ist bislang unbeantwortet geblieben.
Von Mario Ulbrich
Stichwort: Die Wieger STG 940
Das Sturmgewehr (STG) Wieger 940 wurde von mehreren DDR-Betrieben unter Leitung des VEB Geräte- und Werkzeugbau Wiesa bei Annaberg-Buchholz entwickelt. Die Arbeiten dafür begannen im Jahr 1985. Die Initiative ging vom Bereich Kommerzielle Koordinierung (KoKo) des Ministeriums für Außenhandel aus. Der Markenname Wieger stand für "Wiesa, Germany".
Die Wieger sollte die Wunderwaffe der DDR bei der Beschaffung von Devisen werden. Die Maschinenpistole wurde deshalb von Beginn an für Nato-Patronen entwickelt, die ein anderes Kaliber als die im Ostblock übliche sowjetische Munition besaßen. Die Wieger war als kostengünstige Waffe auf internationalem Höchststand konzipiert.
Ab 1988 versuchte die DDR das Sturmgewehr international zu vermarkten. Der Nahe Osten und Afrika galten als aussichtsreiche Absatzmärkte. In Wiesa wurden vermutlich 10.000 Wieger produziert, etwa 6000 der Waffen wurden nach Peru und Indien zur Truppenerprobung geschickt. Nach dem Ende der DDR verschwanden Tausende Gewehre im Untergrund. (mu)
Gast
hat folgende Bilder an diesen Beitrag angehängt
Wie können Sachsen-Anhalt und Sachsen auch von Erfurt aus regieren Christoph
Um Füße bat ich, und er gab mir Flügel! v. Dorothy C. Wilson, Biographie d. ind. Ärztin Mary Verghese, d. n. Autounfall querschnittsgelähmt bleibt. Sie geht durch tiefe Verzweiflung u. v. Anfechtungen, bis sie Spezialchirurgin u. FÄ f. Rehabilitation ist.